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Aktuelle Konzerte

13. Juli 2013
Stadt: Wartburg
Veranstaltungsort: Konzert Deutschland Radio
Beginn: 20 : 00 Uhr
13. Juli 2013 • Wartburg
28. September 2013 • Icking (Mitschnitt BR)
29. September 2013 • Vaterstetten
03. Oktober 2013 • Sao Paulo/Brasilien
07. Oktober 2013 • Santiago de Chile

aktuelle cd:

CD Schumann / Brahms: Piano Quartets

"Schumann / Brahms: Piano Quartets"

1. Robert Schumann - Quartett op. 47 für Klavier, Violine, Viola und Violoncello in Es-Dur
2. Johannes Brahms - Quartet op. 25 für Klavier, Violine, Viola und Violoncello in g-Moll
3. Johannes Brahms - Quartet op. 60 (Detail) in c-Moll

News

Ein Echo

DARMSTÄDTER ECHO

 15. Juni 2013  | Von Silvia Adler

Dramatik des Leisen

Kammerkonzert – Extraklasse: Das „Mozart Piano Quartet“ im Staatstheater

 

DARMSTADT. 

Zum Auftakt des jüngsten Kammerkonzerts im Staatstheater Darmstadt spielte das „Mozart Piano Quartet“ die 1911 in London uraufgeführte „Phantasy“ in fis-Moll für Klavierquartett von Frank Bridge. Der 1879 geborene Brite, der vor allem als Kompositionslehrer von Benjamin Britten bekannt ist, gilt als Grenzgänger zwischen Romantik und Moderne. Nachdem er sich zunächst an Brahms und Schumann orientiert hatte, ließ sich der Komponist nach dem Ersten Weltkrieg von den Klangwelten Schönbergs und Weberns inspirieren. Der geschmeidige Ton, mit dem Pianist Paul Rivinius im „Andante con moto“ das wellenartige erste Thema erklingen ließ, wirkte zugleich klar und unergründlich.

Die geheimnisvolle Ambivalenz der Klangfarben, die der Klavierpart verströmte, brachte den eigentümlichen Charakter des Werkes von Beginn an auf den Punkt. Auch das fein schattierte Klangbild der Streicher (Mark Gothoni an der Violine, Hartmut Rohde an der Viola und Peter Hörr am Violoncello) enthielt bei aller Brillanz stets reiches Spektrum zart eingedunkelter, abgründiger Töne, das die romantischen Wurzeln der Komposition hörbar machte, ohne sie allzu wuchtig hervortreten zu lassen. Feinsinnig, nuanciert und ausdrucksstark setzte das Ensemble nicht auf groß ausgespielte Emphase, sondern auf kammermusikalische Intimität.

Eine untergründige Spannung erzeugte das feinnervige Spiel der Instrumentalisten auch im Klavierquartett in a-Moll op. 66 von Charles-Marie Widor. Expressiv ausgestaltete Kantilenen wechselten mit Presto-Attacken, zingareskes Temperament mit traumverlorener Elegie.

Delikat und feurig setzten sie auch das Klavierquartett in g-Moll op. 25 von Johannes Brahms in Szene. Ihre Zugkraft bezog die Interpretation nicht nur aus den treffsicher gewählten und kunstvoll ausgereizten Tempi, sondern auch aus der fein dosierten Dramatik der leisen Töne, die das ungemein transparent und flexibel agierende Quartett anheizte. Die Kunst, selbst der kleinsten musikalischen Bewegung untergründige Spannung zu verleihen, ließ den Funken auf das Publikum überspringen. Die Zuschauer bedachten die exzellente Darbietung mit stürmischem Applaus und Bravorufen, wofür sich das Ensemble mit einem Ständchen von Richard Strauss bedankte.

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